RV Rhenania Germersheim

Rudern ist Freiheit in der Natur

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Frauengruppe

Winter-Frauenausflug in die Melanchthonstadt Bretten

Wie auch in den vergangenen Jahren organisierte Erika wieder einen herrlichen Samstagsausflug mit Kultur und gutem Essen für die Ruderfrauen. Am 7.2.2015 um 10:30 Uhr trafen sich 11 ausgeschlafene, gut gelaunte Frauen bei blauem Himmel und Sonnenschein an der S-Bahn-Haltestelle Ger-Mitte. Die Bahn war pünktlich und wir überquerten kurz darauf mit leichter Wehmut den Rhein- wäre es bei diesem Wetter schöner im Ruderboot gewesen? Wir einigten uns, dass der sehr niedrige Wasserstand das Rudern erschwert hätte, die Steuerfrauen hätten frieren müssen und wir mit unserem Ausflug bei dieser Witterung wirklich gut bedient sind.

Anstatt Sport stand also Kultur auf dem Programm und so wurde während der Bahnfahrt  gerätselt:

- wer oder was war überhaupt Melanchthon?

- wo ist der Dinkelbäcker, der beinahe Weltmeister geworden wäre, zu finden?

- hätten wir auch nach Bretten rudern können (rein theoretisch natürlich)?

Nach Umstieg in Bruchsal erreichten wir pünktlich Bretten und waren nach einem kurzen Fußmarsch in der Innenstadt. Dort war Markt, so dass die Stadt noch belebt war. Der berühmte Dinkelbäcker wurde gesucht und gefunden und gab uns das Motto des Tages mit auf den Weg: „Genieße den Tag!“

In kleinen Gruppen liefen wir weiter, im Vorbeigehen wurde eine Jacke aus dem Schlussverkauf erstanden- typisch Frau? Pünktlich um 13.00Uhr trafen wir uns wieder am Marktbrunnen. Unser Stadtführer, der ehemalige Leiter des Museums, ein Archäologe mit Berliner Wurzeln, riss uns mit seiner Begeisterung mit. Die Worte sprudelten regelrecht aus ihm heraus und so wurde uns nicht langweilig, während wir obige Fragen schnell beantwortet fanden:

- Melanchthon war Reformator und Humanist. Er war engster Mitarbeiter Martin Luthers. Weitere Prominente, die Bretten beehrt hatten, waren zB. Kaiser Karl V., Friedrich Schiller und aus der jüngeren Geschichte Bundespräsident Johannes Rau.

- Es gibt eine Verbindung auf dem Wasser zu uns: Der Saalbach fließt nach Bruchsal, von ihm knickt der Saalbachkanal ab und mündet gegenüber der Ziegelei in den Rhein- zu schmal für unsere breiten Boote.

Wir hörten die Sage vom Brettener Hundle, Kirchenbesichtigungen blieben uns wegen verschlossener Pforten verwehrt und auch das Melanchthonhaus bedarf eines zweiten Besuches. Anschließend besuchten wir noch das Schutzengelmuseum, wo einige von uns in den schiefen Fachwerkgemäuern „seekrank“ wurden. Zum Abschluss stärkten wir uns ausgiebig im Schweizerhof und mussten schon bald wieder den Fußweg zur Bahn antreten. Somit waren wir letztlich doch nicht ganz unsportlich, haben wir doch einige Schritte zu bewältigen gehabt.

Erika, Du hast wieder einen wunderschönen Tag für uns organisiert- Danke!

2017 - RVR Germersheim